8. Juni 2012
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Neubau Rettungswache, Dresden – Entwurf
HAHN+KOLLEGEN GmbH
Zehngeschossige Plattenbauten sind in Umgebung des Grundstücks die maßgebenden Dominaten.
Aus der umgebenden Bebauung lässt sich aufgrund der städtebaulichen Struktur und der Dominanz der Plattenbauten kaum ein Bezug für das neue Gebäude herleiten. Vielmehr sollen die stadtplanerischen Vorgaben, auf dem Grundstück des ehemaligen Plattenwerkes ein neues städtisches Quartier zu entwickeln, Grundlage der weiteren Planung sein, wobei neben der Verkleinerung des Straßenraumes an der Gerokstraße die Ecklage des Grundstückes im neuen Quartierbereich Auftakt für dieses ist. Das neue Gebäude orientiert sich in der Längsausrichtung am Verlauf der Gerokstraße, rückt aber vor die Bauflucht der westlichen Zehngeschosser, um einen neuen innerstädtischeren Straßenraum zu beginnen. Die Rettungswache rückt bewusst ins Blickfeld, betont somit die besondere Nutzung.
Die Grundstruktur einer Rettungswache beinhaltet zwei Hauptbereiche, zum einen die innere Struktur für den Betrieb mit Büro-, Aufenthalts-, Ruhe- und Sanitärräumen wie auch Lager- und sonstigen Räumen, zum anderen die Bereiche für Unterbringung, Bestückung und Wartung der Fahrzeuge. Diese Grundstruktur bestimmt den Entwurf, beide Bereiche werden in der Schichtung differenziert dargestellt, dabei aber das Gesamtbild des Baukörpers in einer einheitlichen Formen- und Materialsprache belassen.
Im Entwurf werden die Volumina in die Bereiche der eigentlichen Rettungswache und der Fahrzeughalle gegliedert. In der Rettungswache sind alle erforderlichen Räumlichkeiten vertikal geschichtet in drei Ebenen und zentral erschlossen, somit Garant kurzer Wege und schneller Erreichbarkeit der Fahrzeuge. Direkt an die Vertikalerschließung des Funktionstrakts der Rettungswache schließt sich die lange, freitragende Fahrzeughalle mit großen Ein- und Ausfahrtstoren auf der Nordseite zum Hof und Südseite zur Gerokstraße an.

